Mit dem Satelliten nach Oslo

Oh weh. Oh Schreck. Ich habe einen Ohrwurm. Normalerweise bekämpfe ich den immer erfolgreich, indem ich das Lied rauf und runter höre, bis es irgendwann Würgereiz auslöst. Mittlerweile sind schon zig Stunden vergangen und ich kann noch immer mitsingen, –tanzen und rocke die Bude. Weit weg von Kotzwünschen also. Welchen Ohrwurm ich habe?

Lena Meyer-Landrut mit “Satellite”

Denn das wird auch der Song sein, mit welchen die 18jährige Schülerin nach Oslo reisen wird, um Deutschland würdig zu vertreten. Der Satellite soll uns daher endlich mal wieder einen Top10-Platz bescheren, denn auf den letzten Plätzen kennen wir mittlerweile schon die zugehörigen Putzfrauen beim Namen. Das soll sich endlich ändern!

Gestern fand das Finale von Unser Star für Oslo (USFO), von Stefan Raab ins Leben gerufen, in der ARD statt.

Rockröhre Jennifer Braun trat gegen die bezaubernde Lena Meyer-Landrut an. Letztere war schon von Beginn an der Favorit vieler Jury-Mitglieder und auch der Zuschauer.

Gestern Abend beurteilten Steffi von Silbermond, sowie Echo-Gewinner Xavier Naidoo, zusammen mit Stefan Raab die Leistungen der beiden 18jährigen Mädels, die nichts lieber wollten, als nach Oslo zu fahren.

 

Zuerst sangen beide gleiche Lieder, wenn auch unterschiedlich umgesetzt. Mit “Bee” wurde der Anfang gemacht, gefolgt von “Satellite”. Während Jennifers “Satellite”-Fassung viel mehr eine Ballade war, klang es bei Lena wild und flippig. Als letzten und dritten Song gaben beide ein Lied zum Besten, das ihnen mehr oder weniger auf den Leib geschrieben worden war. Lena hatte zusammen mit Stefan Raab “Love me” kreiert, dabei den Text selbst geschrieben. An Jennifers “I care for you” arbeitete unter anderem Max Mutzke mit, welcher schon GrandPrix-Erfahrung hat.

 

Nachdem alle drei Songs präsentiert worden waren, lag es an den Zuschauern: Sie konnten entscheiden, jeweils welcher Song am Besten zu den Sängerinnen gepasst hatte. Bei Jennifer wurde es ihr heimlicher Favorit “I care for you”. Für Lena wählten die Zuschauer das Lied “Satellite” in die nächste Runde, doch Lena wirkte nicht sonderlich amused, hatte sie doch heimlich auf “Love me” gehofft. Während Jennifer immer wieder herumposaunte und verkündete, dass ihr Favorit weitergekommen wäre und sie sich sooo freuen würde, wirkte Lena mit einem Mal ganz klein und gekränkt. Die Freude war aus ihrem Gesicht gewichen, sie war sichtlich enttäuscht. Auch nachdem sie nach der Entscheidung den Song erneut wiedergeben mussten, fehlte Lena der gewohnte Zauber. Sie gab das Lied herzlos und hörbar gezwungen von sich, schien in Gedanken noch beim “Love me”-Verlust zu hängen.

Doch wer verliert, hat auch die Chance zu gewinnen. Es war keine große Überraschung und doch ein spannendes Warten, bis Lenas Name angezeigt wurde und man wusste: Lena Meyer-Landrut geht nach OSLO! Sichtlich überrumpelt wusste die 18jährige nicht, was sie von sich geben soll – stattdessen stammelte sie, kämpfte mit den Tränen und gab auch ein paar Flüche von sich (selbst während der Schlussperfomance von “Satellite”).

 

Es ist nur eines zu hoffen: Dass Lena sich in diesen zwei Monaten bis zu Oslo an ihren Song gewöhnt und ihn zu lieben lernt. Bis Mai hat sie noch genügend Zeit, um zusammen mit Raab zu üben und sich “Satellite” einzuprägen, um am Ende dann mit einer fehlerfreien und bezaubernden Performance ein “12 points for Germany” heraufzubeschwören!

Bei iTunes gibt es, nur so nebenbei, alle sechs Songs zum Downloaden: Bee + Satellite (beide Fassungen), sowie “Love me” und “I care for you”. Somit gehen auch alle Jennifer-Fans nicht leer aus und die “Love me”-Vertreter können trotzdem ihr Lied auf dem MP3-Player herumtragen. Und es ist nicht arg verwunderlich, dass Lena mit ihren drei Songs bereits Chart-Listen erklommen hat (in iTunes steht sie auf Platz 1, 2 und 3) – und das, obwohl die Songs erst seit einigen Stunden zu haben sind!

 

Und wer denkt, dass Lena die Nacht damit verbrachte, ihren Sieg zu feiern, liegt falsch! Noch in der selben Nacht, an Anschluss zu Show wurde das Musikvideo zu “Satellite” gedreht. Ich bin schon gespannt, wie das aussehen wird! Infos über die Sängerin werdet ihr demnächst auch auf Lena Meyer-Landrut.de finden. Im Moment ist die Seite (verständlicherweise) noch in Arbeit.

Ich selbst bin eine “Satellite”-Vertreterin. “Love me” passt vielleicht besser zu Lena, nur leider fehlt ihrem Song ein eingängiger Refrain. Und ein solcher ist mehr als wichtig, denn wir haben nur wenige Minuten, um die Länder in Oslo für uns zu gewinnen!

Allgemeines Fazit zu USFO: Um WELTEN besser, als DSDS. Bei Raab haben die Superstars TALENT, bei Bohlen nur SCHICKSALSSCHLÄGE. Wer sich davon überzeugen will, muss sich nur einen Auftritt bei USFO angucken und kurz darauf einen aus DSDS. Den Niveauunterschied würde selbst ein Tauber bemerken! Die DSDS-Stars krächzen ihre schiefen Töne und glänzen mit Zickenkrieg. Bohlen gibt seine typischen Zoten von sich, die anderen Jury-Mitglieder nicken alles ab, was der Big Boss  sagt. Es nervt. Danke, Stefan Raab, dass du endlich wieder ein paar Diamanten ausgegraben hast!

zarti

Quelle des USFO-Bildes liegt bei ProSieben.
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Ein Gedanke zu “Mit dem Satelliten nach Oslo

  1. Frag mich nicht warun, aber Lena erinnert mich optisch ein wenig an Nora Tschirner xD
    Ich hab USFO nicht wirklich geguckt, sondern nur ab und zu reingeschalten. Allerdings klang das Gehörte nicht wirklich besser als der DSDS-Kram. Kann aber auch Zufall sein, dass ich nur den Mist abgefasst habe xD
    „Satellite“ hab ich mal kurz gehört und das klang auch wenig begeisternd – da fand ich Jennifer in dem Ausschnitt besser. Aber mal sehen – bis dahin kann sich ja noch was ändern ;D

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