TRÖÖÖÖT!

Man sitze an seinem PC, schreibe sarkastische Twitter-Nachrichten (hässlich und bitter bin ich seit meinem 12. Lebensjahr, von daher ist Hopfen und Malz verloren, aber trotzdem danke für den Hinweis!), surfe durch die Weiten des Internets und liest irgendwann von der WM. Ach ja, genau! Das Ding mit dem Ball, das ich bisher gekonnt ignoriert hatte, geht ja wieder in die große Runde und rollt dieses Mal durch Südafrika.

Ehrlich gesagt war ich nie großer Fußball-Fan, wenn auch ein bisschen Interesse aufkeimte, als die WM im eigenen Land stattfand. Ja, auch meine Familie hatte ein Meer an Fahnen, die an Fenster und Autos geklemmt wurden, damit auch jeder (Vollpfosten) kapiert, zu welchem Land wir halten. (Gut, ich war die meiste Zeit untreu, da ich ein Trikot von Schweden – Ljungberg! – trug…) Man wurde einfach infiziert, ob man sich dagegen wehren wollte oder nicht – es ging einfach nicht. Die WM-Welle packte einen!

Nun ist es am gefühlt anderen Ende der Welt; unerreichbar für Otto Normalverbraucher mit Studium im Nacken. Dieser “Flair” schwirrt nicht mehr durch das eigene Land, daher werde auch ich davon verschont. Und somit findet die WM für mich dieses Jahr nur in meinem kleinen Kasten mit bewegten Bildern statt. Auf dem Rathausplatz von Augsburg findet Public Viewing statt, aber … nein, danke! Kein Interesse.

Und am fehlenden Interesse hat nicht nur Fußball Schuld, sondern … (switch zur Anfangsstory) Als ich heute an meinem PC saß und von der WM las, ließ ich es mir nicht nehmen, kurz zu ARD zu switchen. Ein Blick konnte ja nicht schaden. Ein Blick nicht, nein, tatsächlich nicht … Aber ein Ohr!

Denn … VUVUZELA. Tröten, die einen monotonen Ton von sich geben und in der Masse wie ein Bienenschwarm auf LSD klingen, der kurz davor ist, ein Blutbad anzurichten, über das Stephen King filmreif schreiben würde. Tatsächlich reichten mit 15 Minuten WM, um mich mit einem Vuvuzela-Trauma und Kopfschmerzen zu belegen. Weg mit diesen Dingern. Tretet nach ihnen, wann immer ihr sie in freier  Wildbahn seht. Das sind Ausgeburten des namenlosen Teufels, der in meinem Keller sitzt und Kartoffeln schält!

Oder will mir jemand mal ernsthaft erzählen, was an Vuvuzelas toll sein soll? (Die revolutionäre Antwort würde bestimmt ihren Weg zu Twitter finden, zur Anti-Vuvuzela-Gemeinschaft …)

Ich sehe keinen Pro-Punkt auf meiner langen Liste …

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2 Gedanken zu “TRÖÖÖÖT!

  1. Die Vuvuzelas sind halt seit ca. 20 Jahren ein fester Teil der afrikanischen Fußballkultur, ich denke, das haben wir zu akzeptieren. Schön finde ich den Klang ebenfalls überhaupt nicht, klingt halt wie ein Moskitoschwarm. Dennoch bin ich aber in der Lage, einfach den Ton runter zu drehen, wenn ich zu sehr genervt bin. Zumal sich bereits zeigte, dass die Teile immerhin ein bisschen weniger getrötet werden, wenn keine afrikanische Mannschaft spielt.
    In Deutschland sind sie in den meisten Städten bei Public Viewing Veranstaltungen verboten, auch auf dem Flug nach Südafrika durfte man da nicht reinblasen. Und wer in Südafrika im Stadion steht und darüber jammert, dem würde ich mit so einem Teil am liebsten direkt ins Ohr pusten, denn wer sich auch nur minimal mit der WM auseinander gesetzt hat, wusste das bereits vorher. 😉

    Beschönigen will ich die Dinger keinesfalls, aber wie gesagt, sie gehören zur afrikanischen Fußballkultur, ändern können wir das nicht und für afrikanische Ohren klang das besoffene Gegröhle, was 2006 zu hören war, vielleicht ja auch befremdlich. 🙂

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