Karton.

Manchmal schuftet man jahrelang. Jahre, Jahre, Jahre. Nur für ein einziges Ergebnis, das man letztendlich doch nie erblickt. Sei es, weil man sich selbst dagegen gestellt hat oder eine passable Ausrede einspringen muss.
Man steckt Jahre, Herzblut, Liebe, Ideen in diesen Topf und rührt ihn, bis man müde ist und Schwielen die Handflächen bedecken, um schließlich … um schließlich an einem Punkt anzukommen, an welchem man erkennt: Nein. Das ist es nicht. Nicht jetzt, nicht heute und auch nicht morgen. Und dann folgt ein endgültiger Gedanke: Das war’s.

Aufkeimender Schmerz, der sofort von Lethargie zerfressen wird, bis er schneller verschwunden ist, als überhaupt aufgetaucht. Weg. So schnell. Und zurück bleibt ein klarer Geist. Klar wie Wodka, den man am liebsten mit einem Schuss Blut versehen möchte, um auf den Rotäugigen anzustoßen. Das war’s.

Man packt die Zeit, schwarz auf weiß, mit einem undurchsichtigen Lächeln in einen Karton und schiebt ihn – zu schwer, um ihn zu tragen – in ein Eck, in welchem sich irgendwann der Staub ansammeln wird. Das war’s.
Fürs erste, aber nicht für immer.

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