Von „SKYRIM“ und panischen Möchtegern-Gamern.

  Wer mich kennt und schon einmal beim Spielen an der Konsole oder am Computer beobachtet hat (oder: beobachten durfte), weiß eines: ich bin eine wandelnde Katastrophe. Entweder schreie ich (ja, ich bin extrem schreckhaft) oder schmeiße den Controller von mir. In den meisten Fällen bitte ich einen der restlichen Anwesenden, er möge doch weiterspielen, während ich zugucke. Tatsächlich gehöre ich wohl zu den wenigen Menschen, die daran ebenso viel Spaß haben, als selbst die Tasten zu drücken; ich kann mich erinnern, dass ich mich damals riesig auf „Zelda“ für die Wii gefreut habe, aber nach dem ersten Inplay-Zusammenbruch an eine Freundin abtrat, die fortan für mich spielte, während ich begeistert neben ihr saß. Ganz meinem Ruf als Nerd entsprechend, wollte ich schon immer eine Gamerin sein – nur bisher hat das nicht geklappt.

Ich hab mich dann in den Online-Rollenspielen versucht, weil jeder „WoW“ regelrecht ausgespuckt hat – da ich das Geld dafür nicht aufbringen konnte und wollte, habe ich mich an „Guild Wars“ versucht und auch da als Gelegenheitsspieler hin und wieder Spaß gehabt. Wirklich ernst wurde es jedoch nie, weil mich Spieler auf der ganzen Welt als „Noob!“ bezeichnet und letztendlich aus ihrem Team geschmissen haben. Tragisch, tragisch.

Meine richtige Gamer-Zeit war damals mit „Final Fantasy“ … für die Playstation 1, wenn ich mich recht erinnere. Von daher könnte man sagen: ja, verdammt lange her.

Dann kam der Trailer zu „SKYRIM“ und ein Teil in mir schrie: „SCHEIßE NOCHMAL, VERSUCH ES ERNEUT!“ Wieder wollte dieser Teil in mir Gamerin werden. Und dieser Teil war nun doch tatsächlich so verflucht eisern, dass wenige Tage später die Anschaffung einer Playstation 3 erfolgte (was so mancher live auf Twitter verfolgen konnte; ja, ich war sehr panisch beim Kauf), inklusive dem werten „SKYRIM“.

Die Gamerin nahm Anlauf und lief und lief … und knallte gegen eine Scheibe. (Lustige Geschichte, denn das passierte mir im echten Leben tatsächlich mal. Moment, ich komme vom Thema ab!) Nun machte mir mein Fernseher einen Strich durch die Rechnung. Zwar konnte er „Little Big Planet“ fehlerfrei und gestochen scharf wiedergeben, aber bei „SKYRIM“ ist alles eher gewöhnungsbedürftig und Schriften kann ich sowieso nicht lesen. Die Auswahl im Menü ist bei mir daher jedes Mal aufs neue ein Heidenspaß inklusive riesiger Überraschung, was dabei am Ende herauskommt. Aber ich hoffe, dass ich auch dieses Problem in naher Zukunft ändern kann. Und sei es nur, indem ich an den Feiertagen vor dem riesigen Fernseher meiner Mutter hocke und spiele!

Was ich bisher aber sagen kann: wow! Natürlich kann man eine Nicht-Gamerin wie mich sehr schnell begeistern – ja, ich fand schon das Menü der PS3 faszinierend – aber auch ich habe ein Gespür für Landschaften, Umsetzung, Story & Co. Und ich muss gestehen, dass ich vorhin mit meinem Charakter mehrere Minuten einfach nur herumstand und den Vollmond in der „SKYRIM“-Welt betrachtet habe. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal in einem Spiel so etwas schönes gesehen habe.
Eine wandelnde Katastrophe bin ich natürlich immer noch. Während der Großteil von euch wohl beim Einlegen der Spiel-CD bereits in imaginäre Rüstungen schlüpft, laufe ich schreiend im Kreis. Die Tastenbelegungen entfallen mir immer wieder und so kam es innerhalb einer Stunde dreimal vor, dass ich beim Versuch, mein Schwert wieder einzustecken, drei Leute ermordete und ein ganzes Dorf auf mich hetzte. (Ja, natürlich tötet man die Menschen nicht mit einem einzigen Schwertschlag. Aber als die Herrschaften plötzlich sauer wurden, wurde ich noch chaotischer und panischer und habe erst einmal mit Flammen um mich „geschossen“, während ich schreiend vor dem Bildschirm hockte.) Aber schön ist das Spiel bisher trotzdem! Es kann ja nichts für mein SKYRIM-Dilemma, dass ich unfreiwillig zum Bösewicht mutiere, gegen den selbst die Disney-Bösen weichen. Ich will das ja alles gar nicht! Ich bin doch eine von den Guten! (Meistens.)

Lustigerweise denke ich stellenweise an die „A Song of Ice and Fire“-Reihe von George R. R. Martin. Vor allem, wenn irgendein Drache auftaucht, möchte ich mich am liebsten hinstellen, die Hände in die Seiten legen und rufen: „Hey Daenerys!“ (Hust hust. Mein Charakter heißt auch Nimeria; ein Name, der Kennern der Buchreihe nicht unbekannt sein sollte. Hust hust.)

Ach Wolkendurcheinander. Nun habe ich so viel Nonsens von mir gegeben, aber was soll’s! Noch bin ich Herrin über meinen Blog und es kann auch nicht schaden, hier endlich mal wieder einen Text vorzufinden. Ich gelobe Besserung! Ansonsten darf mich ruhig ein Drache fressen.

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4 Gedanken zu “Von „SKYRIM“ und panischen Möchtegern-Gamern.

  1. Haaallo Lynn ^^
    Ich hab Skyrim leider noch nicht ausprobiert und eine PS3 habe ich auch (NOCH) nicht. Ich warte bis Tales of Xillia in Europa erscheint und dann erst überlege ich nicht lange und kaufe mir die PS3. Denn ich gehöre zu der Sorte Hardcore Gamer, die haufenweise Geld für ein einziges Spiel ausgeben, sprich sich nur dafür eine ganze Konsole kaufen(wie ich es mit der PS2 und dem Nintendo 3DS gemacht habe). Ich spiele seit dem Kindergarten und viele nennen das als unmoralisch, denn es ist ja verrückt, wenn ein Kleinkind Mario spielt, anstatt mit Freunden xD Aber hey, ich und mein Bruder sind beide Heavy Console User, ich kann ohne meinen GameCube, meine PS2 und meinen Nintendo 3DS mehr leben. Ich muss IMMER und jeden Tag spielen. So viel zu meiner Lebensgeschichte. MMORPG wie WoW oder Guild Wars, HASSE ich. Ich hasse es einfach am PC zu spielen und ich hasse die Tastatur und ich hasse es mit anderen Leuten in einem Spiel zu kommunizieren. Entweder ich sehe wem Stundenlang zu oder ich spiele alleine als Charakter.

    Ich kann dich sehr gut verstehen, etwas nachzurennen was man sich sehnlichst wünscht, aber das Schicksal ist da ganz anderer Meinung und nimmt es dir immer wieder weg. Ich kenne das so gut, tut mir Leid Lynn 😦
    Aber du musst dich doch nicht zu etwas zwingen! Vielleicht hilft es dir darüber nachzudenken, warum andere so viel spielen wie ich? Zum Beispiel LIEBE ich es mich in andere Personen und Geschichten zu werfen. Bei Büchern gilt dasselbe Prinzip, denn da wird man ja auch sozusagen zu der Hauptperson. Und bei Spielen ist dieses Gefühl stärker, es ist wie eine Droge. Man will nicht aufhören und deren Welten zu leben und diese Gefühlsachterbahn zu durchleben. Fantastisch!

    Versuch es doch nochmal mit einem jap. RPG wie FF. Ich empfehle dir die Tales of- Reihe. Schau im Wikipedia nach! Es handelt sich hierbei um eine unabhängige Reihe, ähnlich wie FF, nur viiiel besser xD Die Kämpfe werden nicht von A nach B ausgetragen (sprich, zuerst bist du drann, dann der Gegner etc. Ich hasse das!!!), sondern du triffst auf einen Gegner und dann wird der „Battle-Modus“ eingeschalten und du kämpfst dann in Echtzeit drauf los (du weiß doch sicherlich was Echtzeit ist). Und die Geschichten erst … Ich versichere dir Lynn, Taschentücher wirst du dafür nicht mehr brauchen, sondern ganze Bettdecken zum schneuzen O_o (Ehm, das ist mir wirklich passiert, hab Tales of Symphonia im Bett gespielt und bei der traurigsten Szene meinen Polster voll gerotzt, iiih!). Naja, ist ja nur ein Vorschlag 🙂

    Erzähl irgendwann mal mehr darüber, ich liebe Spiele (vorallem Nintendo, ich bin eine Nintendo-Whore 😀 )

    LG
    Andra

    1. Hihi 😀
      Nein, ich glaube, dass ich mit „SKYRIM“ relativ glücklich sein werde. Diese „Open World“-Geschichten haben auf jeden Fall ihren Reiz und da mich das alles ja an „A Song of Ice and Fire“ erinnert, gefällt es mir noch mehr 🙂
      Aber japanische RPGs werde ich früher oder später sicherlich auch ausprobieren – und wenn es dann nur wieder „Final Fantasy“ ist 😀

      Die Sache mit den Nintendo-Whore kann ich unterschreiben! 😀
      Ich ging damals nach der Schule immer zu meiner kleinen Cousine mit nach Hause und dann haben wir auf dem Nintendo Entertainment System das alte „Zelda“ gespielt und geliebt! Der Gameboy wurde dann gar nicht mehr aus der Hand gelegt und Super Nintendo abgöttisch geliebt. (Die ganzen Mario-Spiele! Hach <3) Das Super Nintendo 64 hat uns dann alle regelrecht geflasht, vor allem zusammen mit Zelda 😀 Ich war ja damals noch jünger und kann mich noch erinnern, wie panisch ich bei "Zelda" immer wurde, wenn es Nacht wurde und man Richtung Schloss geritten ist … erinnere ich mich da richtig oder verwechsle was? xD Denn wenn es dunkel wurde, kamen Skelette/Untote/wasauchimmer aus dem Boden und haben einen angegriffen. Das war immer ein Adrenalinschub pur. Hach!

      Dass sich Leute in Spielen verlieren können, konnte ich anfänglich auch nicht glauben. Natürlich hatte ich auch meine wilden PS2-Phasen, aber da ich damals noch zu Hause wohnte, gab es immer eine Mutter, die dann meinte, man sollte aufhören, es würde genügen. Aber ich hab gestern nach dem Erstellen des Eintrags noch einmal ein BISSCHEN "SKYRIM" gespielt und huch … plötzlich ging die Sonne auf xD
      Für Spiele am PC bin ich wohl auch nicht geeignet. Das mit den Tasten habe ich nie gecheckt, auch wenn ich mit der Maus wahrscheinlich zielsicherer bin, als mit dem Controller. Aber das wird schon noch 😉 Ich hab mich noch nicht aufgegeben und merke ja, wie es merklich besser wird.

      Und die "Tales of"-Reihe habe ich mir notiert 😀 Wird demnächst mal genauer inspiziert! (:

      Liebe Grüße,
      Lynn

  2. Hach, ich würde auch gerne Skyrim spielen. Ich muss mir wohl doch eine PS3 aus der Arbeit leihen. Mir wird es ähnlich gehen wie Dir. Ich spiele zwar gerne, aber leider habe ich viel zu selten Zeit dazu. Ich war zwar wirklich gut in Final Fantasy VIII aber ich denke bei neueren Spielen würde ich mich absolut anstellen.
    Dabei wäre ich doch auch so gerne ein vollständiger Nerd.

    1. TU ES 🙂
      Du wirst es bestimmt nicht bereuen! Ich schätze, dass man sich in „SKYRIM“ auch mit weniger Zeit austoben kann. Und sei es nur durch die „Open World“-Geschichte. (Und man kann jederzeit speichern und aufhören, gnihihi. Ja ja, das ist auch ein wichtiger Punkt! Ich kann mich an Spiele erinnern, wo ich noch stundenlang rumrennen und einen Speicherplatz suchen musste, obwohl ich längst ins Bett wollte :D)

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