14 Tote während „The Dark Knight Rises“-Premiere: Wenn Filme töten.

Die aktuelle Bilanz ist tragisch: 14 Tote und rund 50 Verletzte, die eine Schießerei letzte Nacht in Denver hervorgebracht hat. Doch es war keine übliche Schießerei, wie man es bei diesen Fakten im ersten Moment vermuten möchte. Für diese Menschen wurde ein Kino zur Todesfalle, als um Mitternacht die Premiere von „Batman – The Dark Knight Rises“ stattfand. Liest man sich weiter durch die Schlagzeilen, ist ein bitterer Nachgeschmack kaum zu vermeiden. Denn, laut Augenzeugen, sollen die Täter – bisher ist nicht bekannt, wie viele es insgesamt waren, da erst ein Verdächtiger festgenommen wurde – mit Gasmasken und schusssicherer Weste in dem Kino aufgetaucht sein. Durch die Notausgänge sind sie während des Filmes in den Kinosaal eingedrungen und haben dort das Feuer eröffnet. Bizarr und erschreckend, wenn sich Leinwandgeschehen plötzlich in der Wirklichkeit wiederfindet – und man mitten drin ist. Weiterlesen „14 Tote während „The Dark Knight Rises“-Premiere: Wenn Filme töten.“

[Fazit] Perfect Sense


Neunzig Minuten sind vorbei. Ich sitze hier und spüre noch die letzten Tränen auf meinem Gesicht; es kommt mir vor, als hätten sie während des Films nie eine Chance bekommen, zu trocknen. Und doch lächle ich – weil ich sie spüre, sie schmecken kann. Aber das dumpfe Gefühl in der Magengegend bleibt bestehen, die letzten Worte der Erzählerin verfangen sich mit den eigenen Gedanken. Bleiben hängen. Bleiben da. Für Stunden, vielleicht für Tage, während man die Welt um sich herum ein bisschen anders sieht. Weiterlesen „[Fazit] Perfect Sense“

[Fazit] The New World

„Komm, Geist, hilf uns, die Geschichte unseres Landes zu singen. Du bist unsere Mutter. Wir sind dein Maisfeld. Aus deiner Seele steigen wir empor.“

Mit diesen Zeilen beginnt der Film „The New World“, eine Realverfilmung der Pocahontas-Sage, welche die fragile Liebe zwischen dem Indianermädchen und dem englischen Abenteurer fernab von Disney in den Mittelgrund rückt. Das bedeutet: kein Gesang, keine sprechenden Bäume und keine Konflikte zwischen Mops und Waschbär. Stattdessen – ganz nach der Art des Regisseurs Terrence Malick – viele künstlerische Bilder, ruhige Naturaufnahmen und Off-Stimmen, die einem die Gedanken der Charaktere anvertrauen.
Weiterlesen „[Fazit] The New World“

Wahllose erste Zeilen aus dem Bücherregal (Part I)

„Die heißen Santa-Ana-Winde wehten aus der Wüste herüber und dörrten die letzten Frühlingshalme zu bleichem Stroh.“

(Janet Fitch: Weißer Oleander)

„Das Blitzlicht der Kamera blendete ihn einen Moment.“

(Anne Rice: Die Mumie)

„I stare down at my shoes, watching as a fine layer of ash settles on the worn leather.“

(Suzanne Collins: Mockingjay)

„Als ich zu mir kam, befand ich mich in einem großen Zimmer mit alten Möbeln.“

(Viktor Pelewin: Das fünfte Imperium. Ein Vampirroman) Weiterlesen „Wahllose erste Zeilen aus dem Bücherregal (Part I)“

Somebody that I used to know – bis zum Abwinken.

Habt ihr das Phänomen auch schon beobachtet? Plötzlich posten alle Gotye-Videos. Oder was noch schlimmer ist: „supercoole“ Cover.
Am nervigsten empfand ich dabei das „Walk Off The Empire“-Cover, das sich auf Facebook wie ein Virus verbreitete. Ich denke, jeder hatte mindestens einen Freund, der es an die Wall klatschte und in hohen Tönen lobte – ich hatte leider mehrere Personen in meiner Freundesliste, die das taten. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte ich eine handfeste Abneigung gegenüber dem Cover. Nur dem Cover natürlich! Gotye und vor allem diesem Lied bleibe ich nach wie vor treu. Aber dieses glatte, perfekte Cover ist für mich einfach nur langweilig und frei von jedem Wiedererkennungswert. Die großen Gefühle wurden vielmehr gegen den perfekten Ton eingetauscht, um das World Wide Web mit glänzender Perfektion zu begeistern – und der kleinen Kirsche auf dem Sahnehäufchen, dass auch noch fünf Leute an einer einzigen Gitarre zupfen.

Und auch wenn bei Youtube einige negative Kommentare kamen und viele sich wieder lauthals und in allen möglichen Sprachen über ihre deutschen Mitbürger schimpften und ihre eigene Herkunft verfluchten, musste ich lauthals lachen, als ich neulich wieder über ZDF_neo stolperte. Denn dort wurde in der Sendung vom 19.01.2012 eine Parodie auf das Cover von Walk Off The World gezeigt. Und da ich, wie gesagt, das Cover langsam nicht mehr hören konnte, fand ich die Parodie umso gelungener! Herrlich.
Die Deutschen, die in die Kommentare rummosern, dass das einfach nur peinlich und mies wäre und keiner singen könnten, haben zum einen keinen Humor und zum anderen verstehen sie wohl nicht, dass das kein ernstgemeintes Cover ist und es sich um eine Parodie handelt. Aber sollen sie mal – jedem das seine.

Da ich mich sehr darüber amüsieren konnte, wollte ich die Parodie von Joko, Klaas, Palina, Olli Schulz und Oma Violetta gerne hier online stellen. Viel Spaß damit! Auch an all jene, die den Song überhaupt nicht mehr hören können – egal, in welcher Fassung.

[Fazit] Eine dunkle Begierde

Da ist es wieder – das wilde Fan-Girl, das bei „Eine dunkle Begierde“ gleich zweimal getroffen wurde. Nein, nicht von einem Pfeil im Knie (ja, ihr und eure SKYRIM-Witze), sondern von zwei Themen, die einen wichtigen Stellenwert im Leben des Fangirls haben: Zum einem wäre das Michael Fassbender, zum anderem Sigmund Freud.
Nach drei Jahren Psychologie kommt man mit einigen Theorien in Berührung, doch lediglich die Psychoanalyse samt ihres Vertreters Sigmund Freud war von Anfang an für mich fesselnd und hat mich auch in der Gegenwart noch nicht losgelassen. Nachdem ich schon zu Weihnachten vor drei Jahren keine Freud-Actionfigur geschenkt bekam, stürzte ich mich auf den Hollywood-Film von David Cronenberg. Dass Fassbender mitspielt war ein interessantes Schmankerl, aber ich hätte mir den Film wohl auch ohne ihn angesehen … was mir an dieser Stelle sicherlich niemand glaubt. Aber fahren wir fort: Worum geht es in „Eine dunkle Begierde“ und sollte man dafür wirklich Geld bezahlen oder doch lieber zu einem Buch von Freud greifen? Weiterlesen „[Fazit] Eine dunkle Begierde“

[Fazit] The Help

Nachdem ich gestern 2 1/2 Stunden gelacht und geweint habe, habe ich mich dazu entschlossen, mich hinzusetzen und ein paar Zeilen darüber zu schreiben. Nein, keine Sorge – es handelte sich nicht um ein kleines Gefühlswirrwarr. Denn während diesen Stunden saß ich einem kleinem Kino und blickte auf die Leinwand, auf welcher der Spielfilm „The Help“ von Tate Taylor zu sehen war. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt diese Extreme der Gefühle nahezu tänzelnd und in perfektioniertem Wechsel erlebt habe – eigentlich fällt mir auf Anhieb kein Beispiel ein. „The Help“ ist ein Drama, ja, aber es gab auch Momente, viele Momente, in denen das Kino in schallendes Gelächter ausgebrochen ist oder sogar freudig und zustimmend applaudiert hat. Trotz alledem haben wir geweint. Manchmal lachten wir lauthals und in der nächsten Minute versteckten wir Tränen in den Ärmeln unserer Pullover, während das schniefende Geräusch im Hintergrund vorhanden blieb. Aber worum geht es eigentlich in dem heimlichen Oscarfavoriten „The Help“ und lohnt sich ein Kinobesuch? Weiterlesen „[Fazit] The Help“